SERENDIPITÄT. Kunst zwischen Programm und Zufall

 

 

Ausstellungsdauer: 21.3.2015 – 14.6.2015

Teilnehmende KünstlerInnen:

MARC ADRIAN, OTTO BECKMANN, TINA FRANK, HERBERT W. FRANKE, KURT INGERL, MANUEL KNAPP, PETER KOGLER, LIA, GERWALD ROCKENSCHAUB, STATION ROSE, ZDENEK SYKORA

Kuratorin: Angela Stief

Eröffnung: Freitag, 20.3.2015, 19 Uhr / Künstlergespräch, 18 Uhr mit: Oskar Beckmann (Mitbegründer der ars intermedia und Erbauer des Kunstcomputers, 1970), Herbert W. Franke (Science-Fiction Autor, Wissenschafter, Künstler), Hermann J. Hendrich (Künstler und Mitbegründer der Werkstatt Breitenbrunn), Margit Rosen (Kunstwissenschaftlerin), Lenka Sýkorová (Frau und Mitarbeiterin von Zdeněk Sýkora)

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Peter Weibel.

 

SERENDIPITÄT. Kunst zwischen Programm und Zufall

„Der Zufall ist komplizierter als jedes andere philosophische, semantische und mathematische Konzept. Er vermittelt keine Gewissheit und bietet eine unendliche Quelle an Freiheit.“ Zdeněk Sýkora

Serendipität bezeichnet eine zufällige Beobachtung, die Idee einer nicht zielgerichteten Suchbewegung, die zu überraschenden Entdeckungen führt. Dieses Prinzip kam zur Geltung, als Künstler in den 1960er-Jahren mit Programmen und anderen innovativen technischen Möglichkeiten experimentierten und, beispielsweise durch die Verwendung von Algorithmen, neue Bild-erfindungen bewerkstelligten. Bestimmend für den künstlerischen Prozess war der Einsatz von rationalen Steuerungssystemen bei gleichzeitiger Nicht-Kalkulierbarkeit der Resultate. Die Schau SERENDIPITÄT. Kunst zwischen Programm und Zufall mit österreichischer Schwerpunktsetzung versammelt zum ersten Mal ausgewählte Pioniere der Computerkunst wie Marc Adrian, Otto Beckmann, Herbert W. Franke, Kurt Ingerl und Zdeněk Sýkora und stellt sie herausragenden Positionen wie Peter Kogler und Gerwald Rockenschaub, die in den 1980er-Jahre die Beginne einer Kunst mit neuen Medien markierten, und Station Rose, die 1988 als öffentliches Multimedialabor gegründet wurde, gegenüber. Jüngere KünstlerInnen wie Tina Frank, Manuel Knapp und LIA ergänzen den Generationen übergreifenden Ansatz der Ausstellung und zeigen wie viele andere auch, dass die Vermischung von analog und digital, die Arbeit mit Computern, Internet und Software längst zu einem künstlerischen Selbstverständnis geworden ist, das unsere Gegenwart prägt. Die Schau will auf die Ursprünge einer aktuellen Ästhetik aufmerksam machen, die den Weg zurück in die Unmittelbarkeit sucht.